Skip Faktor 100: Hör auf, um den heißen Brei herum zu reden

Beitragsbeschreibung

Lukas

10/3/20242 min lesen

In Teil 3 meiner Artikelserie sprechen wir darüber, wie wir die Leser nach der Werbetexte Super Power und des erfolgreichen BAR Tests um ihre Aufmerksamkeit erleichtert haben, nun für die gesamte Dauer des Textes wie gebannt an ihre Bildschirme fesseln.

Weißt du, was aber nicht nur jeden Artikel, sondern auch jeden Verkauf schneller killt, als du blinzeln kannst?

Langweilig zu sein. Langweilig zu sprechen. Langweilig zu schreiben.

Und genau hier stürzt die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers ins Bodenlose - er klickt oder scrollt weiter oder schließt den Tab gar komplett.

Denn das langweiligste, was ein Mensch tun kann, ist um den heißen Brei herum zu reden.

Nicht auf den Punkt zu kommen.

Dabei ist dieses ein so alltägliches Problem, das du konstant siehst und bisher meist gar nicht bemerkt hast.

Doch sobald ich dir diese Beispiele zeige, wirst du es nie mehr nicht sehen können.

„Ich wende mich an Sie, weil wir dabei sind, ein neues Marketingsystem zu entwickeln, das auf die Generierung von Leads für Dienstleistungsunternehmen im Bereich Hausservice ausgerichtet ist.“

Ja, dieser endlos lange Satz ist langweilig. Aber was noch viel schlimmer ist, dass er nicht auf den Punkt kommt und mit Fachwörtern um sich schmeißt, als gäbe es kein Morgen mehr.

Einfach - klar - und präzise kommunizieren.

„Ich weiß, dass Sie wahrscheinlich beschäftigt sind, und ich möchte nicht zu viel Ihrer Zeit in Anspruch nehmen, da Ihr Terminkalender vermutlich voll ist.“

Auch hier wird einfach nur um den heißen Brei herum geredet.

So etwas ist maximal fordernd für den Leser und erhöht die Ignoranz-Wahrscheinlichkeit exponentiell.

Die eigentliche Botschaft wird hier nicht - oder nur durch tausend Umwege - rüber gebracht.

Genau deshalb sind passive, schwache Formulierungen freilich zu vermeiden, wenn du Erfolge mit deinen Texten bestrebst.

“Aber mit welchem Credo soll ich denn dann meine Texte schreiben, wenn alles exorbitante vermieden werden soll?”

Ganz klar:
Kettensäge.

Aber lass’ mich dir erklären, wieso du im Chainsaw-Stil, statt wie ein monotoner ARD Nachrichten Moderator sprechen solltest.

Die Lösung ist, dass du durch das ganze sprachliche Wirr-Warr wie eine Kettensäge durchschneidest.

Direkt. Deutlich. Kurz & knapp.

Denn so können wir auch ganz simpel Sätze attraktiver und ansprechender gestalten.

Lass’ uns diese schrecklichen Sätze verbessern:

„Das Meeting wird um fünf Uhr stattfinden und das Thema wird der 'bedauerliche Zustand des Business Writing' sein.“

Langweilig und kraftlos.

Hier ist eine aktivere Version:

„Das Meeting ist um fünf. Thema: ‚Der bedauerliche Zustand des Business Writing.‘“

Merkst du, wie viel prägnanter das ist?

Nächster Satz:

„Ich wende mich an Sie, weil wir gerade dabei sind, ein neues Marketing-System zu entwickeln, das auf die Generierung von Leads für Dienstleistungsunternehmen im Haushaltsbereich ausgerichtet ist.“

Gähn. Lass uns das verbessern.

„Melde mich, weil wir Leads für Dienstleistungsunternehmen im Haushaltsbereich generieren. Wäre das interessant für Sie?“

Kurz und knackig. Prägnant. Direkt auf den Punkt.

Allein durch das Schreiben dieser Worte verschwenden wir Zeit. Genau das wollen wir doch vermeiden, oder?

Aber jetzt bist du an der Reihe.

Probiere es aus: Überarbeite einen deiner Texte, indem du die überflüssigen Füllwörter entfernst.

Du wirst überrascht sein, wie viel klarer und kraftvoller dein Text wird.

Lass mich wissen, welche Ergebnisse du erzielen konntest.